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Ein Handy für den Gorilla


Große Sammelaktion zum Schutz der bedrohten Menschenaffen

Eine Kooperation vom Zoo Frankfurt und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF)

Hintergrund:

Coltan und die Zerstörung von Lebensraum

In der Demokratischen Republik (DR) Kongo– dort, wo die letzten Berggorillas dieser Erde leben – wird das Roherz Coltan abgebaut. Aus Coltan wird das äußerst hitze- und korrosionsbeständige Metall Tantal gewonnen, das überall dort verwendet wird, wo auf kleinstem Raum hohe Temperaturen erzeugt werden: in Handys, Laptops, MP3-Playern, Spielekonsolen, etc.

Das Handy-Sammelfass geht auf Tour durch Frankfurt.
Coltan findet sich in Flussbetten, Sedimentablagerungen und in weichen Gesteinen. Ähnlich wie Gold wird es mit bloßen Händen und Schüsseln aus Flüssen gewaschen. Dort, wo unterirdische Coltan-Adern auftreten, wird es unter teilweise äußerst riskanten und menschenunwürdigen Bedingungen in Minen abgebaut. Der Osten der DR Kongo, an der Grenze zu Ruanda und Uganda, ist seit Jahrzehnten ein Ort kriegerischer Auseinandersetzungen. Die Kriege sind längst zu Machtkämpfen um die Rohstoffreserven geworden. Die Nachbarländer intervenieren nicht, weil sie aus den Krisengebieten günstig Coltan beziehen können, das an europäische, amerikanische und asiatische Großhändler verkauft wird.Seit die Nachfrage nach Coltan in den letzten Jahren in die Höhe schnellte, entstanden viele illegale Abbaustätten, die auch den Lebensraum des Gorillas bedrohen.

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Aktionen

Das Gorillaschutzprojekt der ZGF im Virunga-Nationalpark

Der Virunga-Nationalpark im Osten der DR Kongo ist die Heimat der letzten rund 700 freilebenden Berggorillas. Der Erzabbau bedroht den Lebensraum, denn das Gebiet wird von Rebellen besetzt, die den Verkauf von illegal gewonnenen Rohstoffen wie Coltan und Holzkohle über die Grenze hinweg nach Ruanda kontrollieren.

Die ZGF hat durch die Reisen Bernhard Grzimeks bereits seit den1950er Jahren einen engen Bezug zum Virunga-Nationalpark.

Seit 2002 unterstützt die ZGF die kongolesische Naturschuzbehörde ICCN bei ihrer Arbeit und hilft so, die Parkinfrastruktur zu verbessern und die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern und Rangern zu unterstützen.
So wurde zum Beispiel die Ausbildung von 480 Rangern finanziert, die sich – zum Teil unter Einsatz ihres Lebens – für die Berggorillas einsetzen und in den Flüchtlingslagern auch humanitäre Hilfe leisten.

Alte Handys sollten in der Sammeltonne landen.

Die Sammelaktion „Ein Handy für den Gorilla“

Die ZGF und der Zoo Frankfurt tragen gemeinsam ihren Teil zur Verbesserung der Situation bei. Die Sammelaktion „Ein Handy für den Gorilla“ wurde 2009 von den Naturschutzbotschaftern initiiert und soll auf die Coltan-Problematik aufmerksam machen. Sie bietet für jeden die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Für jedes eingesammelte oder eingeschickte Handy erhält die ZGF von ihrem Recyclingpartner einen Geldbetrag.
Der gesamte Erlös aus der Aktion fließt zu 100 Prozent in das Gorillaschutzprojekt der ZGF. Noch funktionsfähige Handys werden dem Gebrauchtwarenmarkt zugeführt – so sinkt die Nachfrage nach Coltan. Defekte Handys werden in ihre Einzelbestandteile zerlegt und wiederverwertet. Die recycelten Materialien stehen für die Produktion neuer Geräte als wertvoller Werkstoff wieder zur Verfügung.

Mitmachen:

Handy Sammelaktion zugunsten der Berggorillas

Dann wenden Sie sich an:

Zoologische Gesellschaft Frankfurt
Projekt "Naturschutz-Botschafter"
Michael Kauer

Tel.: 069 / 13 82 51-28
Fax: 069 / 43 93 48
info[at]naturschutz-botschafter.de

Mehr Infos zum ZGF-Gorillaprojet finden Sie hier.

 

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