Historie

Globalen Naturschutz lokal erleben, 2003-2005

Im April 2003 startete ein erstes Gemeinschaftsprojekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und des Zoos Frankfurt zur Vermittlung von Naturschutzthemen im Zoo: „Globalen Naturschutz lokal erleben“. Das Projekt mit zweijähriger Laufzeit wurde gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
In der ersten Projektlaufzeit wurden verschiedene Kampagnen zur Vermittlung von Naturschutzthemen entwickelt. An den Außenanlagen der Spitzmaulnashörner im Zoo Frankfurt entstand die interaktive Ausstellung „Rückkehr der Nashörner“. Sie vermittelte die Hintergründe zur Reise der Frankfurter Spitzmaulnashörner Akura und Hama nach Südafrika.

Am alten Menschenaffenhaus entstand die Informationseinheit „Heimat der Waldmenschen“, welche die Bedeutung der extrem artenreichen Regenwälder für das Überleben der Orang-Utans thematisierte. Am Exotarium des Zoos Frankfurt wurden die Besucher in die Welt der Artenvielfalt entführt. Wie sich die Arten an ihre Lebensräume anpassen, wie viele Arten es überhaupt auf der Erde gibt, und in welchen Zeiträumen sich die Vielfalt entwickelt hat, war interaktiv zu erleben.

"Spurlos verschwunden" - ein Theaterstück im Zoo.
   
In der ersten Projektlaufzeit entstand die Wanderausstellung „Mosaik des Lebens“, die als Kombination aus sieben frei stehenden Modulen einen Einblick in unterschiedliche Aspekte der biologischen Vielfalt gab. In Kooperation mit dem Ensemble U3 Theater München entstand das Theaterstück „Spurlos verschwunden“, das Kindern und Eltern die Problematik des globalen Artenschwunds näher brachte.
  Die Ausstellung "Mosaik des Lebens"entstand im ersten Projekt.
Im Winter 2004/2005,

organisierte das Projekt "Globalen Naturschutz lokal erleben" im Zoo-Gesellschaftshaus monatliche Veranstaltungen rund um Themen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. In Podiumsdiskussionen, Multimedia-Vorträgen, moderierten Gesprächen und anderen Events wurden brisante Themen reflektiert und internationale Projekte vorgestellt.
Einer breiten Öffentlichkeit die faszinierende Vielfalt des Lebens näher zu bringen und die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit internationaler Naturschutzarbeit zu lenken, war erklärtes Ziel der vielfältigen Projektaktivitäten.

Aufbau der Naturschutz-Botschafter, 2005-2007

Im November 2005 startete, erneut unter Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, das Projekt Naturschutz-Botschafter. Ziel war der Aufbau, die Schulung und der Einsatz einer Truppe ehrenamtlicher Akteure zur Vermittlung von Naturschutzthemen im Zoo Frankfurt. Knapp 30 Ehrenamtliche wurden in der Projektlaufzeit ausgebildet und auf ihren Einsatz im Zoo vorbereitet. Die ersten Naturschutz-Botschafter starteten im Sommer 2006 ihren Einsatz im Zoo an den zebragestreiften Infomobilen. Ein erstes „Vielfalt-Mobil“ war bereits im Vorläuferprojekt entstanden. Hinzu kamen in den Jahren 2005 bis 2007 Infomobile zu Spitzmaulnashorn, Löwenäffchen und Sumatratiger.

Ausbau der Naturschutz-Botschafter, 2007-2009

Im November 2007, nach Beendigung des DBU-Projektes, wurde die Unterstützung der Naturschutz-Botschafter von drei Stiftungen übernommen: Stiftung Flughafen Frankfurt/ Main für die Region, Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff Stiftung, Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Erklärtes Projektziel der Förderphase war der Ausbau der ehrenamtlichen Truppe, die Entwicklung neuer Infomobile und der verstärkte Einsatz außerhalb der Zoomauern im Rhein-Main-Gebiet. In dieser Zeit ist die Gruppe der Naturschutz-Botschafter auf 54 Ehrenamtliche angewachsen. Auch die Anzahl der Infomobile hat sich von vier auf sechs erhöht. Im Einsatz sind nun Mobile zu den Themen: Löwenäffchen, Sumatratiger, Spitzmaulnashorn, Vielfalt der Vogelarten, Bartgeier und Berggorilla.

Natur- und Kultur-Botschafter, 2010-2012

Seit April 2010 unterstützt die Allianz Umweltstiftung und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt das erfolgreiche Projekt der Naturschutz-Botschafter. In einer zweijährigen Förderphase soll die Gruppe Ehrenamtlicher um Kulturbotschafter mit Migrationshintergrund erweitert werden. Bei nahezu sieben Milliarden Menschen und einer viele Jahrtausende alten Siedlungsgeschichte der Menschheit müssen Natur und Kultur heute unweigerlich im Kontext betrachtet werden. Projektziele sind Themen rund um den Schutz bedrohter Tiere und ihrer Lebensräume zu vermitteln sowie die Zusammenhänge mit dem Leben der Menschen vor Ort und unserer eigenen Umwelt aufzuzeigen. Die Natur- und Kulturbotschafter sollen den Zoobesuchern neben den Naturschutzthemen auch die Kultur ihres Herkunftslandes näher bringen, für den weltweiten Naturschutz werben und Verständnis für andere Kulturen schaffen.